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GESCHICHTE

Zum Hunderjährigen bestehen des Turnverein Münchwilen wurde eine Chronik verfasst. Wir sind dabei die letzten 25 Jahre und auch die Erreignisse der anderen Abteilungen aufzuarbeiten.

Chronik 
Die ersten 100 Jahre des Turnvereins Münchwilen 1886 – 1986
Während in der Region Hinterthurgau bereits Turnvereine gegründet worden waren, begann auch in Münchwilen, Oberhofen, Mezikon und St. Margarethen die Saat, die durch Studenten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesät wurde, zu keimen.
 
Deshalb traf man sich bei Herrn Roderer, der bereits Mitglied beim Turnverein Eschlikon war,
zur 1. Sitzung am 6. März 1886. Die Sitzung wurde von Herrn Alfred Baldinger geleitet. Die Anwesenden einigten sich auf den Namen
T U R N V E R E I N M U E N C H W I L E N
 
Und konstituierten den ersten Vorstand:
Präsident Jean Moosberger, Lehrer
Aktuar und Vorturner Alfred Gutersohn
Kassier Jakob Büchi
Materialverwalter Jakob Dietz
 
Bereits am 4. April fand die erste ordentliche Versammlung im Gasthaus Engel statt, bei der 13 Mitglieder durch den Präsidenten begrüsst werden konnten. Als Aktivmitglieder zeichneten: Alfred Baldinger, Hermann Baumberger, August Baumberger, Adolf Bosshard, Johann Bosshard, Ulrich Büchi, Johann Frei, August Frei, Johann Hollenstein, Bernhard Leutenegger, Jakob Metzger, Emil Spring und Franz Zwisler. Hauptgeschäft war die Beratung der Statuten, die in 16 Paragraphen die Geschäfte des Vereins regelten und die in der vorgeschlagenen Form genehmigt wurden.
 
Auszug aus den Statuten:
§ 1: Der Turnverein Münchwilen bezweckt allseitige körperliche Ausbildung seiner Mitglieder, Pflege und Veredlung der Turnkunst, Verbreitung des Turnen und Wecken der Geselligkeit und Gemütlichkeit unter den Mitgliedern.
Ebenso hat jedes Aktivmitglied ein Eintrittsgeld von Fr. 1.-- zu bezahlen und monatlich einen Beitrag von wenigstens 40 Rappen zu entrichten. Mitglieder sind angehalten regelmässig den Turnübungen sowie den Versammlungen beizuwohnen, ansonsten eine Busse von 50 Rappen erhoben wird. Die um 15 Minuten zu spät Kommenden oder um die gleiche Zeit zu früh Weggehenden entrichten eine Entschädigung von 20 Rappen.
Wer sechs obligatorische Turnstunden unentschuldigt versäumt, kann von der Mitgliederliste gestrichen werden.
Passivmitglieder bezahlen einen jährlichen Beitrag von Fr. 3.--
 
Jeweils an einem Sonntag wurden nun sogenannte Monatsversammlungen abgehalten. So wurde am 23. mai die Anschaffung eines Recks und eines Barrens im Wert von Fr. 165.-- sowie einer Kokusmatratze (Fr. 30.--) beschlossen und genauso wurde am 9. August die Route der ersten Turnfahrt, via Lichtensteig nach Waldstatt – Teufen – St. Galllen und von da mit dem letzten Eisenbahnzug nach Hause, festgelegt.
 
Noch 1886 entschloss man sich dem Kant. Turnverein beizutreten, distanzierte sich jedoch von einem Beitritt zu einem hinterthurgauischen Turnverband.
 
1887
Bereits nach einem knappen Jahr führte der junge Verein ein öffentliches Schauturnen durch, das guten Anklang fand und nun regelmässig durchgeführt wurde. Im August 1887 wurde der Verein an einer Monatsversammlung durch einen Besuch von zwei Abgeordneten der Jungfrauen von Oberhofen und Münchwilen überrascht, die im Namen derselben dem Verein ein prächtiges Trinkhorn übergaben. Im Oktober stimmte man dem Beitritt zum Eidg. Turnverein (ETV) einstimmig zu.
 
Geübt für alle Art von Anlässen (Preisturnfest, Kreisturntag oder Kantonalturnfest) wurde im Saal des Gasthauses Engel. Dieses Turnlokal wurde jedoch im Mai 1887 gekündigt und konnte nach kurzem Unterbruch (Lokalwechsel) mit geänderten Konditionen wieder benutzt werden.
Dies führte jedoch dazu, dass schon jetzt über den Bau einer eigenen Turnhalle gesprochen wurde, allerdings nur über Mittel und Wege, wie ein Fonds dafür gegründet werden könnte.
Doch noch andere Geschäfte mussten erledigt werden. So wurde am 29. September 1889 in Münchwilen der Kreisturntag durchgeführt:
 
Programm 10 – 11 Uhr Ankunft und Empfang der Vereine
11 – 12 Uhr Vorprobe
12 – 1 Uhr Mittagessen
1 – ¼ 3 Uhr Sammlung, Zug auf den Festplatz, Sektionskürturnen
¼ 3 – 3 Uhr Begrüssungsrede
3 – 4 Uhr Gesamtaufführung
4 Uhr Kritik und Schlusswort
 
Aber auch eine Fahne sollte der Verein haben. Während am 1. März 1890 der Beschluss dazu gefasst wurde, konnte bereits am 11. Mai die Fahnenweihe durchgeführt werden. So konnte man zum ersten Mal mit 15 Turnern und einer eigenen Fahne am Kant. Turnfest in Arbon teilnehmen, von dem bereits sechs Kranzgewinner vom Fest zurückkehrten.
 
1895
Für die vor etlichen Jahren besprochene und wieder fallen gelassene Turnhallenfrage wurde dem Vorstand die Kompetenz übertragen, in diesem Sinne eine Kommission zu wählen, bestehend aus Vorstand und Passivmitgliedern, die dann die Angelegenheit weiter verfolgte. Nachdem das Problem immer infolge fehlender finanzieller Mittel aufgeschoben wurde, fasste man sich dann doch ein Herz. Auslösendes Moment war die negative Abstimmung der Schulgemeindebürger für einen Neubau einer Turnhalle.
 
1907/1908
Mit einer Sammlung konnte ein Turnhallenfonds von Fr. 3'000.-- gegründet werden und im September der Bau südlich des Gerichtsgebäudes mit einem Kostenvoranschlag von Fr. 10'000.-- beschlossen werden. Damit war der Turnverein Münchwilen wohl einer der wenigen Vereine der Schweiz, die eine eigene Turnhalle besassen. Fortan war allerdings auch die bestehende Schuldenlast eine Bürde, die dem Verein zu schaffen gab. Nicht zuletzt als Folge einer guten Finanzverwaltung und der immerwährenden turnerfreundlichen Einstellung in den Gemeinden wurde es möglich, die Schuld und damit auch die Zinslast immer weiter zu senken, wo dass etwas mehr als 20 Jahre später beim Verkauf an die Gemeinde nur noch wenig mehr als 3'000.-- beglichen werden musste.
 
1910
Am 23. April wurde der Antrag des Präsidenten einstimmig gutgeheissen, einem neu gegründeten Kreisturnverband beizutreten.
 
1911
Mit Freude konnte man auf 25 Jahre gemeinsames Ueben und erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Im Schlusswort der 25-Jahr-Chronik steht: „Aus dem Samen ist eine gesunde Pflanze, ein kräftiger Baum hervorgegangen, so dass voll Vertrauen der neue Lebensabschnitt angetreten werden darf.“
 
1914
Der Ausbruch des Krieges verunmöglichte in den folgenden Jahren eine normale turnerische Tätigkeit. So konnte der bevorstehende Kreisturntag nicht abgehalten werden.
 
1917
Trotzdem wurde es dann noch möglich, diesen Turntag wieder in Münchwilen durchzuführen.
Ein sehenswertes, finanzielles Ergebnis machte die Gründung eines Fahnenfonds möglich.
 
1918
Einer regierungsrätlichen Verfügung entsprechend, musste infolge Grippegefahr der Turnbetrieb fast ein Vierteljahr eingestellt werden.
 
1919
Dem Versuch des Vereinspräsidenten, Karl Gubler, eine Damenriege zu gründen, blieb kein Erfolg beschieden.
 
1920
Am Pfingstmontag dieses Jahres konnte die neue Fahne, trotz der schwierigen Verhältnisse in den vorausgegangenen Jahren, eingeweiht werden. Sie verkündete Mut, Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft.
 
1923
Der kantonale Schwingertag wurde in Münchwilen durchgeführt.
 
1927
Der Vorunterricht, als Möglichkeit auch der Jugend das Turnen schmackhaft zu machen, wurde wiederum durchgeführt. Der militärische Hintergrund war jedoch unumstritten.
 
1927/1930
Nachdem bereits um 1893 die Idee geboren, und um 1900 eine Männerriege gegründet worden war, wurde diese jedoch durch den Krieg und seine damit verbundenen Aktivdienstzeiten in ihren Unternehmungen noch stärker gelähmt als der Turnverein. Albert Gonser gelang es nun, die Riege wieder auferstehen zu lassen, so dass sich bald wieder eine stattliche Anzahl Männerturner zum gemeinsamen Training einfand.
 
1931
Der Besuch des französischen Bundesturnfests brachte für die Sektion einen einmaligen Erfolg. Mit fleissigem Ueben hatte man sich darauf vorbereitet und startete in der 4. Kategorie mit neun Wettkämpfern. vom 9. – 15. Juli vertrag nun Münchwilen gemeinsam mit drei anderen Schweizer-Vereinen den Eidgenössischen Turnverein in Paris. Unbeschreiblich war die Freude, als es hiess: 1. Rang Münchwilen
 
1932
Die Sektion Münchwilen hatte in Kunstturnerkreisen nicht nur im Kanton, sondern auch auf eidgenössischer Ebene einen guten Namen. Deshalb traf sich die Sektion nun oft mit andern Verbänden zu Kunstturnermatchs. So auch gegen den Kanton Glarus oder gegen deutsche Sektionen. Auch wurde das eidgenössische Jubiläumsfest 100 Jahre ETV in Aarau besucht.
In diesem Jahr wurde die Jugendriege Münchwilen von Albert Gonser gegründet.
 
1933
Der Vorunterricht wurde für Mitturner, welche die Rekrutenschule noch nicht absolviert oder das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten, als obligatorisch erklärt. Mit den anderen Dorfvereinen führte der Turnverein wiederum ein Waldfest durch.
 
1934
Der Vorstand wurde beauftragt, mit dem Verein für Volksgesundheit zwecks Gründung eines Damenturnvereins Verbindung aufzunehmen. Vom Thurg. Kantonalturnfest in Bischofszell kehrten die Münchwiler mit dem 3. Rang in der 3. Kategorie zurück.
 
1935
Die Gesangssektion stellte ihre Uebungen bis auf weiteres ein. Quasi als Jubiläumsanlass zum bevorstehenden 50-Jahr-Jubiläum wurde der Kant. Kunstturnertag durchgeführt. Auch wurde eine Turnhallenerweiterung in Erwägung gezogen, jedoch auf Anraten der Schulbehörde abgelehnt.
 
1936
Im Jubiläumsjahr erhielt der Verein am Eidg. Turnfest in Winterthur die höchste bisher erreichte Punktzahl, nämlich 144.30 Punkte in der 5. Kategorie. Die Sprungbahn für die Weitsprunganlage wurde asphaltiert. Das Jubiläum beging man am 23. August evtl. 6. September auf dem Schulhausplatz unter Mitwirkung der übrigen Ortsvereine. Die Jubiläumsschrift verfasste Eugen Bühler. Schon damals schrieb der Verfasser: „Unser Turnen hat natürlich nichts gemeinsam mit jener Rekordschinderei, wo einzelne Menschen Leben und Gesundheit aufs Spiel setzen und für diese oder jene Firma Reklame machen, um für lumpiges Geld ein sensationslüsternes Publikum zu befriedigen. Nein unser Turnen ist ein schönes Stück Selbsterziehung. Wir kennen nur ein Ziel: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.“
 
1937
Die Gesangssektion wurde Untersektion des Turnvereins und erhielt einen Gründungsbeitrag von Fr. 50.--. Die Turnhalle wurde einer dringend nötigen Teilrenovation unterzogen. Die Abendunterhaltungsabrechnung schloss mit einem Defizit von Fr. 115.-- ab.
 
1938
Ab sofort waren arbeitslose Mitglieder beitragsfrei. Das Jodelchörli und die Männerriege stifteten je Fr. 10.-- für mittellose Turner zur Beschaffung von Turnkleidern. Die Kantonalbank kündigte die Turnhallenhypothek. Eugen Bühler übernahm deshalb den Schuldbrief über Fr. 1'200.-- bei einem Hypothekarzins von 4 %. Der königlich niederländische Gymnastikverband lud den ETV mit einer Delegation nach Amsterdam ein. Bernhard Huser wurde als Mannschaftsführer erkoren. Damit waren die ersten Kontakte mit Holland geknüpft, so dass
 
1939
… der Verein wieder eine Delegation ins Ausland sandte. Diesmal reisten die Münchwiler ans holländische Bundesturnfest vom 27. – 29.5.39 nach Arnheim. Am 1. August lag eine Einladung von Utrecht vor, die zehn Turner zwecks Vorführung des Schweizer Turnens erwarteten. Reise und Verpflegung würden vergütet. Der drohende Krieg verunmöglichte jedoch eine Zusage.
Eine Viehseuche verhinderte die Durchführung eines Filmabends. Der Maskenball, ein Anlass der schon beinahe traditionell zum Jahresprogramm gehörte, wurde verboten. Die schon lange vorausgeahnte Mobilmachung traf ein. Obwohl die Aktivdienstzeit das Vereinsgeschehen stark behinderte, galt es trotzdem weiterzuarbeiten. Auch konnte man sich trotz der drohenden Kriegsgefahr über die neue, im Bau befindliche Turnhalle im Eigen freuen.
 
1940
Infolge des Aktivdienstes konnte keine Jahresversammlung durchgeführt werden.
Am Samstag, den 13. April konnte in der Turnhalle eine Damenriege konstituiert werden. Eugen Bühler stellte sich als Leiter zur Verfügung. Die erste Turnstunde wurde am 15. April um 20.00 Uhr durchgeführt. Der Turnverein gewährte einen Gründungsbeitrag von Fr. 25.--. Der pflichtgetreue und langjährige Materialverwalter Franz Böhr kehrte in seine Heimat nach Deutschland zurück. Im August war die neue Turnhalle im Eigen bezugsbereit. Daraufhin beschloss man den Verkauf der alten Turnhalle, die sich als Feuerwehr-Depot eignen könnte. Für den Ausbau des Sportplatzes stellte der Turnverein seine Dienste zur Verfügung. Die Arbeiten, die hauptsächlich in der Freizeit gemacht wurden, fanden im Herbst vorerst ihren Abschluss.
 
1941
Am 16. März konnte in einer entsprechenden Feier die neue Turnhalle eingeweiht werden. Der Boden um die alte Turnhalle konnte von einem Turner zum Kartoffelpflanzen benutzt werden.
Trotz der Kriegswirren in Europa wurde die Gerätemeisterschaft übernommen und am St. Gallisch-Appenzellischen Kunstturnertag teilgenommen. Kopfzerbrechen bereitete eher die von der Schulgemeinde erhobene Benützungsgebühr für die Halle, die Ausgaben von Fr. 728.-- im Jahr verursachte. Das Jodelchörli wurde passivfrei, war jedoch weiterhin Untersektion
 
1942
Der Verkauf der Turnhalle an die Gemeinde ergab Fr. 5'000.-- Reinerlös. Damit wurde ein Fonds angelegt, der für laufende Vereinsausgaben nicht verwendet werden durfte. Der Erlös der verkauften Reckanlage legte man in einem Fahnenfond an. Turnerisch war die Teilnahme am kant. Turnertag in Frauenfeld sicher eine Höhepunkt, belegte der Verein doch mit 145.73 Punkten in der Kategorie 2 den 1. Platz. Mit Kränzen oder Zweigen ausgezeichnet kehrten insgesamt zwölf Turner heim. Eine Abendunterhaltung wurde in diesem Jahr nicht durchgeführt, da der Termin zu früh hätte gewählt werden müssen und ein Datum im Winter wegen Heizverbot der Turnhalle unmöglich war.
 
1943
Spät im Jahr, nämlich erst am 21. November wurde die Turnfahrt auf den Nollen durchgeführt.
 
1945
Während am Kreisturntag in Balterswil mit 24 Turnern angetreten wurde, bestritten sieben Turner einen Gerätematch gegen St. Gallen-Stadt. Die 25-jährige Vereinsfahne wurde für Fr. 230.-- repariert.
 
1946
Als Höhepunkt und Vorbereitung auf das „Eidgenössische“ im kommenden Jahr galt das kantonalturnfest in Amriswil. Mit dem 2. Platz in der 2. Kategorie mit 145.8 Punkten durften alle zufrieden sein. Der Trennung vom Jodelchörli als Untersektion stimmte der Turnverein am 27. Mai zu. Im Dezember zog es schon wieder fünf Turner ins Ausland, um an der Holland-Belgien Tournee des ETV teilzunehmen.
 
1947
Nachdem bereits 1940 das Eidgenössische Turnfest in Bern hätte stattfinden sollen, freuten sich die Turner jetzt erst recht darauf. Der seit vielen Jahren umsichtig tätige Oberturner Reinhard Huser führte den Verein durch den Wettkampf. Mit dem 16. Rang im Sektionsturnen und den drei Kranzturnern Jean Gall, Hans Dahinden und Walter Wyss kehrte man nach Münchwilen zurück. Am 3. Dezember wurde der Eidg. Turnerfilm vorgeführt.
 
1949
Immer wieder gab es Situationen, wo sich ein Turner den Idealen des Turnens entfremdete. Wohl deshalb wurde an einer Versammlung der Vorschlag gemacht, fehlbare Turner, die ausgeschlossen werden, im Hörnliblatt zu veröffentlichen. Trotz dieser Unstimmigkeiten errechte der Verein am Kantonalturnfest in der 3. Kategorie mit 145.67 Punkten den 1. Rang.
 
1950
Noch war Kunstturnen Trumpf. So wurde nebst dem Besuch des St. Gallischen Kantonalturnfest in Wil auch ein Retourmatch mit Schaffhausen geplant. In Wil konnte der Erfolg von Arbon egalisiert werden, denn wiederum erreichte die Sektion in der 4. Stärkeklasse den 1. Rang.
 
1951
So vorbereitet und voller Zuversicht wurde am Eidg. Turnfest in Lausanne, zum letzten Mal unter der bewährten Leitung von Oberturner Reinhard Huser, teilgenommen. Aber das Wetter spielte nicht mit, so dass die Erwartungen von 145 Punkten nicht erreicht wurden. So musste man sich mit 144.72 Punkten zufrieden geben, was dennoch Vereinsrekord an den „Eidgenössischen“ bedeutete.
 
1952
Mit einer Fahnenweihe der Jugendriegenfahne beging die Turnerfamilie das 20-jährige Jubiläum der Jugendriege.
 
1953
Mit einer Statutenrevision wurde die Vereinsorganisation den Bedürfnissen der Zeit angepasst.
Am Kantonalturnfest nahm der Turnverein erstmals in einem gemischten Wettkampf (Geräte- + Leichtathletikdisziplinen) teil.
 
1955
Dies hatte sich offenbar bewährt, dass am „Eidgenössischen“ in Zürich auch ein gemischter Wettkampf absolviert wurde. Das Resultat war jedoch mit 142.8 Punkten infolge des nassen Terrains weit unter den gewohnten Punktzahlen. Während die Männerriege auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückschauen durfte, wurde die Geburt der Mädchenriege angekündigt.
 
1956/1958
In seinem Jahresbericht bedauerte der Präsident das Ende, der einst stärksten Skifahrer-Sektion des Kantons, das sich kein einziger am kantonalen Skitag in Krummenau beteiligte.
Ueberhaupt begann sich eine deutliche Trendwende abzuzeichnen. In dem ehemals reinen Kunstturnerverein wurde nun immer mehr die Leichtathletik ins Training eingebaut.
So wurde für die Abendunterhaltung 1957 gar die Gerätesektion von Gachnang-Islikon zur Mithilfe angefragt. Dennoch wurde 1958 die Anschaffung eines Trampolins beschlossen, wofür ein Teil des Geldes, das aus dem Turnhallenverkauf stammte, gebraucht wurde.
 
1959
Die gesamte turnerische Arbeit war in diesem Jahr auf das „Eidgenössische“ in Basel ausgerichtet. Obwohl die Inspektion missglückte, sah es dann am Fest selber gar nicht so schlecht aus. Im Wettkampf D in der 6. Stärkeklasse belegte die Sektion den 11. Rang mit 144.65 Punkten. Das vom Oberturner Jörg Rauscher für 143 Punkte versprochene Fass Bier wurde infolge der Hitze bestimmt nicht stehen gelassen.
 
1960
Als Mitbegründer des Kreisturnverbandes Hinterthurgau durfte Münchwilen alle Sektionen anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Verbandes zum Jubiläums-Kreisturntag begrüssen. Das OK unter dem Präsidium von Hans Lüthi leistete gute Vorarbeit, so dass der Anlass für alle bei schönstem Wetter reibungslos abgehalten werden konnte.
 
1961
Für den Verein gab es auch in diesem Jahr ein Jubiläum. Der OK-Präsident Rudolf Forrer konnte am 25. Juni bei schönem Wetter eine stattliche Zuschauerzahl zum Festakt anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums begrüssen. Mit grosser Spannung wurde das Aufrollen der neuen Fahne erwartet, die von nun an die Farben der Gemeinde in alle Teile des Landes tragen sollte.
 
1962/1963
Dass dies bereits am Kantonalturnfest 1962 in Frauenfeld und1963 am „Eidgenössischen“ in Luzern auf ehrenhafte Weise geschah, zeigte das Resultat, welches sich in Luzern mit 144.81 Punkten sehen lassen konnte. Gleichzeitig war dies der letzte grosse Wettkampf für den Oberturner Jörg Rauscher.
 
1964/1966
Auch unser Verein beschloss einen Beitrag von Fr. 2'000.-- an das Turnerskihaus in Wildhaus zu stiften. Damit handelte er sich aber ein Negativgeschäft ein, das die Delegierten an der Kantonalversammlung noch jahrelang beschäftigte.
 
1967
Wieder ein Höhepunkt für jeden Turner. Bern begrüsste die Sektionen und Einzelwettkämpfer zum 67. Eidg. Turnfest. Münchwilen startete mit 28 Turnern in der 5. Stärkeklasse unter dem neuen Oberturner Erwin Rolli. Im Herbst empfing man die Delegierten des Kreises und später diejenigen des Kantons zur jährlichen Versammlung.
 
1968
Im Verlauf eines Vereinsjahres benützt und benützte der Verein immer wieder die Gelegenheit, der Oeffentlichkeit sein Schaffen vorzustellen, Abendunterhaltungen, Schauturnen, Maskenbälle und Waldfeste waren einst und heute immer gut besucht. Dass dies für einen Verein auch finanziell lebenswichtig ist, zeigte das Vorhaben, zum ersten Mal ein Sommernachtsfest durchzuführen. Wegen schlechtem Wetter blieb es aber bei der Planung, so dass, um die Ausgaben einigermassen aufzufangen, zu einem Oktoberfest in die Turnhalle eingeladen wurde. Eintritt: Fr. 2.50.
 
1969
Die früher von Kantonalverband vorgeschriebene und obligatorische Turnfahrt wurde unterdessen zu einem traditionellen Anlass im Jahresprogramm unseres Vereins. 23 Turner, alle mit einem alten Militärtornister ausgerüstet, überquerten in diesem Jahr den Segnes-Pass und machten Glarus unsicher.
 
1970
Auch als Organisator von Wettkämpfen bewährten sich die Vereinsmitglieder immer wieder. So wurde der Kant. Schwingertag durchgeführt. OK-Präsident Emil Ammann leistete mit seinem Team vortreffliche Arbeit. Auch die Veteranen wurden, wie im Jubiläumsjahr, in Münchwilen zu Ihrer Versammlung empfangen.
 
1971/1972
Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Turnfest in Aarau liefen auf Hochtouren. Man schwamm in der Zeitströmung und bereitete eine Körperschule nach Klaviermusik vor. Erwin Rolli betrat also in dieser Beziehung in unserem Verein unerschlossenes Neuland. Die erfolgreich durchgeführten Disziplinen ergaben eine Gesamtpunktzahl von 113.11 Punkten und damit den 25. Rang in der 7. Stärkeklasse. Ob dieses Resultat wohl auf die sechs gestandenen Handstände am Barren zurückzuführen war?
 
1973
Auch im Ausland versuchte man am Erfolg auf eidgenössischer Ebene anzuknüpfen. so besuchte man in Begleitung einer Schaufensterpuppe im TVM-Tenue das Landesturnfest in Lustenau (A).
Der Turnverein Münchwilen hatte sich erfolgreich um die Uebernahme der Kantonalen Einzelturntage 1973 beworben. Viele Einzelturner fanden den Weg nach Münchwilen. So schnupperte auch der Verfasser das erste Mal Münchwiler-Wettkampfluft. Erstmals wurde an Stelle der seit der 20-er Jahre durchgeführten Vorunterrichts-Kursen die Idee des Jugend + Sport (J+S) im Verein erprobt und zwar in den Bereichen Fitness, Leichtathletik und Geräteturnen. An der kantonalen Delegiertenversammlung wurde der ehemalige Präsident des Vereins, Hugo Wipf, ehrenvoll zum Kantonalpräsidenten gewählt.
 
1974
Unter der Leitung des neuen Oberturners Hanspeter Wehrle bestritten die Münchwiler sehr erfolgreich das Kreisturnfest in Dussnang-Oberwangen. Die Unterhaltung der Turnerschar auf der „Santa Maria“ begann mit einem Knalleffekt: Vorhang auf – Die Schiffswache schreitet zum Fahnenaufzug – der 1. Offizier befiehlt: „Fahne hoch!“ – Aber, oh Schreck – wo ist die Fahne geblieben ??!
 
1975
Turnerischer Höhepunkt war bestimmt das Kantonalturnfest im Hinterthurgau. Sirnach war für den Oberturner Hanspeter Wehrle und den Verein eine erste Probe für das nächste „Eidgenössische“. Da dieser jedoch an Krücken ging, führte der Vize-Oberturner Hansruedi Menzi die Sektion erfolgreich durch den Wettkampf.
 
1976
Wie schon seinen Vater, zog es den Präsidenten Werner Metzger mit dem Verein ins Ausland. Im Juli nahm man am Turnfest in Dornbirn teil und reiste dann im Rahmen der alljährlichen Turnfahrt nach München weiter, um die Stätte zu besuchen, wo sich einst die Grössen des Sports zum Wettkampf trafen (Olympiade 1972) und die Welt mit Erschrecken feststellen musste, dass der Sport zu einem politischen Akt auf der Politbühne geworden war. Ungehindert dessen half der Verein im Dorf dort mit, wo die Politiker und damit auch die Gemeinde etwas zu feiern hatten. Auch der Turnverein übernahm Aufgaben, die zum Gelingen des Dorffestes anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einheitsgemeinde Münchwilen beitrugen.
 
1977
Der Verein hatte sich nun endgültig vom Geräteturnen wegentwickelt und bereibt dafür umso intensiver die beiden Sparten Körperschule und Leichtathletik. Als Vorbereitung auf das „Eidgenössische“ bestritt man das Kreisturnfest in Bazenheid. Zum Glück galt es noch nicht ernst! Mitten in der Körperschule setzte die Musik aus. Der Oberturner Hanspeter hatte das Trainingsband eingelegt!!?
 
1978
Erstmals in diesem Jahr erschien das Publikationsblatt der Turnerschaft von Münchwilen: Der
Liegeschtütz“.
Es sei vorweggenommen. Das an der Jahresversammlung beschlossene Turnstundenobligatorium und das intensive Training haben sich für das Eidgenössische Turnfest in Genf bezahlt gemacht. Jedoch, wie es im Freiluftsport eben ist; das Wetter lässt sich nicht beeinflussen. Das Körperschulprogramm wurde in strömendem Regen absolviert. Und gleich wurde allen Turner wieder bewusst, dass auch die Leichtathletik im Freien stattfindet. Dennoch gelang der Wettkampf gut und mit dem 19. Rang (114.98 Punkte) von 256 Sektionen in der 8. Stärkeklasse wurde die Münchwiler Fahne gut vertreten. Damit war Münchwilen unter Oberturner Hanspeter Wehrle gar beste Thurgauer Sektion in dieser Stärkeklasse.
Zur Einweihung des neuen Sportplatzes im Eigen half auch der Turnverein an der Organisation eines Schülersporttages.
 
Ebenso wird erstmals ein Jugend + Sportkurs für Knaben und Mädchen gemeinsam angeboten, was sich aber für die sportliche Ausbildung und Förderung eher als hinderlich erwies.
 
1979
Mitte Januar geleitete die Turnerschar ihren Turnvater Albert Gonser im 92. Lebensjahr zur ewigen Ruhe. Obwohl der Verein in diesem Jahr kein „grosses Turnfest“ besuchte, war das Jahresprogramm dennoch reich befrachtet. Der Turnverein empfing die Jugendriegler zum Kant. Jugispieltag. 1'339 junge Turner spielten im Korbball und Jägerball um den Sieg.
Von manchem Turner wurde in der Woche danach viel Fantasie erwartet, denn Wienerli in Variationen war das Thema der Woche.
Im Dorf wurde die 1. Augustfeier wieder aus dem Dornröschenschlaf aufgeweckt und die gut besuchte Unterhaltung gab einen Ueberblick über das turnerische Schaffen in den verschiedenen Riegen. Ein grosser Erfolg war dem Theater beschieden, das von Münchwiler Turnerinnen und Turnern bestritten wurde.
 
1980
Auch in diesem Jahr standen keine wichtigen Anlässe auf dem Programm. Jürg Schmid konnte als neuer Oberturner seine Ideen am Kreisturnfest in Balterswil erstmals verwirklichen.
Auch die zweite Auflage des Schülersporttages wurde zu einem Erfolg. Auf diese schöne Art wird Sport immer noch zu einem elementaren Erlebnis. Wohl deshalb fanden auch immer wieder viele Eltern den Weg zu den Sportanlagen. Die Turnfahrt führe über den Kinzigpass und war geprägt von gebrannten Wassern und klaren Sternennacht!?!
 
1981
Nach der langen Turnfestpause legten sich alle wieder voll ins Zeug. Quasi als Hauptprobe und als Standortbestimmung besuchte man das Kantonalturnfest des Kantons Tessin in Locarno.
Nicht zuletzt wegen dieser guten Vorbereitung klappte dann der Start am „eigenen“ Kantonalturnfest in Weinfelden sehr gut. Mit 116.00 Punkten landete die Sektion in der 5. Stärkeklasse auf den 7. Rang. Die Unterhaltung stand unter dem Motto „50 Jahre Jugi Münchwilen“.
 
1982
Auch der Eidgenössische Turnverein jubilierte. 150 Jahre waren seit dessen Gründung vergangen. Münchwilen war Austragungsort des Jubiläumswettkampf in unserem Kreis. Ueberall, so auch in der WARO Rickenbach, wurde die Gelegenheit genutzt, den gross gewordenen Verband von der Basis her vorzustellen. Dieses Jubiläumsjahr des Eidgenössischen Turnvereins war auch das Gründungsjahr des jüngsten Sprosses in der Turnerfamilie. Die Juniorenriege, unter Leitung von Hanspeter Wehrle, entwickelte sich sehr bald zu einer wichtigen Institution, bildet sie doch für die 13 – 16 jährigen Knaben das Bindeglied zwischen der Jugendriege und Aktivturnverein.
 
1983
Aufgrund des bevorstehenden 100-Jahr-Jubiläums bewarb sich der Turnverein erfolgreich um die Durchführung der Eidg. Nationalturnertage. Das Kreisturnfest in Aadorf war der Saisonhöhepunkt und gleichzeitig der letzte Test für das Eidg. Turnfest in Winterthur. Mit dem 2. Platz durfte man die Hauptprobe als gelungen betrachten, wohl auch deshalb, weil 100 % der Turner an den Einzelwettkämpfen teilnahmen.
 
1984
Am Eidgenössischen Turnfest in Winterthur gelang ein guter Wettkampf. Erstmals turnte der Verein an einem solchen Fest die Gymnastik nach einer „Plattenmusik“. Wenn man bedenkt, dass erst 1967 die Musik das Tamburin ablöste, zeigten doch viele Sektionen sehr anspruchsvolle Vorführungen. Der Turnverein Münchwilen erreichte unter der Leitung von Markus Michel 115.66 Punkte und belegte damit den 56. Platz in der 9. Stärkeklasse. Zu diesem Resultat verhalfen auch unsere Sprinter, die an den Thurgauer Meisterschaften ihre Form bestätigten. Andreas Bischofberger bei den aktiven und Philipp Walter bei den Schülern, Jahrgang 70, wurden Thurgauer Meister.
 
1985
Im Jahr der Jugend organisierte der Turnverein wieder einmal eine Grenzwanderung, die alle Schüler, die die Strecke absolvierten, zum Bezug von einem von der Gemeinde vergünstigten Saisonabonnement für die Badeanstalt berechtigte. Die Junioren nahmen in Fulda (BRD) an einem internationalen Jugendlager teil und vertragen damit am Hessischen Landesturnfest auch die Schweizer Fahnen. Auf der Turnfahrt wurde mit Bahn, Velo, Schiff und den eigenen Füssen die Region rund um den Weissenstein erforscht. Nur ein Velo war mit der Reise nicht einverstanden und wählte eine andere Route. Dem Spiel wurde in diesem Jahr eine recht grosse Bedeutung beigemessen. Möglicherweise deshalb konnten sich sowohl die Junioren als Hinterthurgauer Korbballmeister bzw. die Aktiven als Hallenkorbballmeister feiern lassen. Im Volleyball stieg eine Mannschaft wieder in die Kategorie A auf.
 
1986
Die Vorbereitungen auf das Jubiläum sind in vollem Gange. Wenn man auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken darf, dann ist das ja bestimmt auch ein Grund, zu feiern.
In einem solchen Festjahr wendet sich jedoch der Blick unweigerlich auch in die Zukunft. Vieles wird sich ändern. In turnerischer Hinsicht wurden auf eidgenössischer Ebene die Weichen gestellt. Der schweizerische Turnverband (STV) ist im letzten Jahr Wirklichkeit geworden. Nicht nur durch diesen Entscheid, sondern auch durch die immer noch mehr zunehmende Technisierung, wird dem Turnen eine zentrale Bedeutung in der Freizeitgestaltung der Menschen zugewiesen.
 
Damit sich der Turnverein Münchwilen auch in Zukunft alle Aufgaben, die sich dadurch ergeben, bewältigen kann, muss jeder mit viel Einsatz bei der Sache sein. Die Gefahr, dass zu wenige die Dienstleistungsaufgaben erledigen, damit viele davon profitieren können, ist auch in unseren Kreisen vorhanden. Bis jetzt ist es aber immer nur dann gut gegangen, wenn alle mitgeholfen haben.
 
In der Hoffnung, dass dies auch in den nächsten 100 Jahren so bleibt, eile ich dem Schluss entgegen. Wir haben auf ein gesundes Fundament gebaut. Die Balken des Gebäudes sind stark. Mögen alle, die darin wohnen, Sorge dazu tragen; denn nur ein Gebäude, in den gelebt wird, kann bestehen.
 
Der Schreiber:                                                       Der Verfasser:
Ivo Rüdlinger                                                         Thomas Roth
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